=

Schlechte Nachrichten von zu Hause



Wenn während des Workcamps ein Notfall eintritt, prüfe zunächst, ob es sich um eine Situation handelt, die sofortige Hilfe erfordert – wenn ja, zögere nicht, je nach Situation den Rettungsdienst zu rufen.
Wenn die Situation keine dringende erste Hilfe benötigt, du dir aber unsicher bist, wie du mit der Situation umgehen sollst, wende dich an deine Workcamporganisation. Diese hat Erfahrung und weiß, wie sie helfen kann – sei es durch Kontaktaufnahme mit dem lokalen Projektpartner oder der entsendenden Organisation des/der betroffenen Teilnehmenden.

Wenn ein/r Teilnehmende/r schlechte Nachrichten von zu Hause (Familie, Freunde usw.) erhält, informiere ebenfalls deine Workcamporganisation. Diese kann ggf. die Entsendeorganisation kontaktieren, um den/die Teilnehmende/n mit psychologischen Hilfsangeboten in der Muttersprache zu unterstützen oder bei Bedarf eine vorzeitige Rückkehr nach Hause zu organisieren.

Sei in der Zwischenzeit für die betroffene Person da. Frage sie/ihn, ob und wie sie/er die Nachricht mit der Gruppe teilen möchte, und sorge dafür, dass alles da ist, was die Person braucht – ein geladenes Handy, WLAN oder ein ruhiger Ort, um jemanden anzurufen oder per FaceTime zu kontaktieren. Dies ist besonders wichtig an abgelegenen Orten mit eingeschränktem Internetzugang.

Notrufnummern aus dem Ausland anzurufen kann schwierig sein – aber lokale Notrufnummern können dir helfen, in verschiedenen kritischen Situationen richtig zu reagieren. Denke daran: Wenn du selbst dich überfordert fühlst, bieten dieselben Notrufnummern oft auch anonyme Unterstützung an.

Panikattacken



Eine Panikattacke ist ein überwältigender Anfall von Angst und Beklemmung, der mit starken körperlichen und psychischen Symptomen einhergeht (Brustschmerzen, Herzrasen oder Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Atemnot oder Erstickungsgefühl, Übelkeit, Schwindel, Schüttelfrost oder Hitzewallungen, Gefühle der Angst oder des Untergangs, Kontrollverlust, das Gefühl, verrückt zu werden, Todesangst, Realitätsverlust oder ein Gefühl der Abgelöstheit). Sie können plötzlich auftreten und sind eine unbewusste Reaktion des Körpers. Das bedeutet, dass sie nicht willentlich gestoppt werden können – jemandem zu sagen, er oder sie solle sich „einfach beruhigen“, hilft also nicht. Panikattacken dauern in der Regel einige Minuten bis zu etwa einer halben Stunde. So unangenehm und beängstigend sie auch sein mögen, sind Panikattacken nicht lebensbedrohlich.

Um jemandem zu helfen, der oder die eine Panikattacke hat, bleibst du am besten ruhig, hilfst der Person, sich hinzusetzen oder sich an etwas Stabilem festzuhalten, und bleibst bei ihr, bis die Symptome abklingen.
Um Hyperventieren (schnelles Atmen, nach Luft schnappen und tiefes, schnelles Ausatmen in die Brust) zu verhindern oder zu reduzieren, gibt es einige einfache Atemtechniken. Der Schlüssel liegt darin, sich auf die eigene ruhige Atmung zu konzentrieren: Halte den Atem nicht an, beginne mit einer Ausatmung, atme selbst tief und langsam durch die Nase und ermutige die Person mit der Panikattacke, mit dir zu atmen. Es spielt keine Rolle, welche Technik du anwendest – wichtig ist, dass du dir im Voraus eine Technik aneignest und dich damit wohlfühlst, um jemandem helfen zu können. Sei dir bewusst, dass du möglicherweise viel langsamer und länger vorgehen musst, als du es im Video siehst.

Weitere Informationen und andere Beruhigungstechniken:
Verywell Health – Breathing Exercise for Panic Attacks

Person dir mitteilt, dass sie häufig unter solchen Attacken leidet, ist es in der Regel nicht notwendig, einen Krankenwagen zu rufen. Wenn du jedoch Symptome bemerkst, die über die oben beschriebenen hinausgehen, wenn sich der Zustand nicht bessert, wenn es zu einem Unfall gekommen ist oder wenn du aus anderen Gründen besorgt bist, zögere nicht, den Rettungsdienst unter 112 anzurufen.

CONTACT

E: vzdelavani @inexsda.cz
T: +420 222 362 713

Partners

This website is using tracking cookies - More details.